Haushaltsbuch führen: Wissen, wo dein Geld hinfließt
Haushaltsbuch führen: Wissen, wo dein Geld hinfließt

Haushaltsbuch führen: Wissen, wo dein Geld hinfließt

Als Master of Arts Absolventin habe ich wenig mit Finanzen am Hut. Warte, fast jeder hat ein Bankkonto, verrichtet Lohnarbeit und gibt Geld aus! Ich habe mich gefragt: Was passiert durch Inflation mit meinem Ersparten und wie sichere ich meine Altersvorsorge zwischenstaatlich (also nicht an einen Nationalstaat gebunden) ab?

Vor genau einem Jahr begann ich mit meinem Selbststudium Finanzen-für-nicht-Mathe-und-Kapitalismus-Fans 😀 Viel Spaß beim Lesen!

Mit einem Haushaltsbuch starten

Step number one: Einen Überblick über meine Ein- und Ausgaben gewinnen. Ich habe mir vom YouTube-Kanal Frugal zum Glück diese Excel-Tabelle (kostenlos) heruntergeladen und personalisiert.

Seit den letzten 3 Jahren gebe ich mein Geld hauptsächlich für Miete, Lebensmittel, Zugreisen und Bildung (Bücher, Semesterbeitrag), daher hatte ich immer das „Gefühl“, wenig auszugeben – das wurde mit dem Haushaltsbuch endlich konkreter, sogar numerisch. Hehe.

Fixkosten, wie Versicherungen (Unfall-, Lebens-, Berufsunfähigkeits- und Auslands- und Zahnzusatzversicherung) und Verträge (Spotify für Studis, newlyjuli.de-Domain und WordPress-Software, Prepaid-Tarif und CanvaPro), konnte ich ordentlich auflisten. Da ich kein regelmäßiges Einkommen habe, dreimal den Job und viermal den Wohnort 2021 gewechselt habe, lässt sich bei mir nur eine Momentaufnahme machen.

📌 Beispiel: Alle aufgeführten Verträge kosten monatlich 21,21 Euro. Diese habe ich daraufhin durch den Wechsel des Blog-Hostings um 21 Euro (pro Monat) reduziert. Danke an Michael, von minimalismus-leben.de, für die Hilfe beim Blogumzug :)

Am neugierigsten war ich auf das Ausfüllen der Lebensmittel-Tabelle, wo ich nach dem Einkaufen direkt den Geldbetrag vermerkte. Für mich ist es „Luxus“, wenn ich einkaufen gehe, ohne dabei aufs Geld zu achten. Da ich das (aktuell) finanziell kann, hatte ich nie einen Überblick über meine monatlichen Lebensmittelausgaben. Zudem habe ich durch das Wohnen in Haarlem (NL) sogar den Ländervergleich Deutschland-Niederlande mit drin.

📌 Beispiel: In Deutschland habe ich pro Monat zwischen 70 und 110 Euro für Lebensmittel ausgegeben. In den Niederlanden hingegen zwischen 130 und 150 Euro. Das ist natürlich nicht repräsentativ, sondern nur eine Momentaufnahme innerhalb des Zeitraums Januar bis Juli 2021.

Wieso du damit starten solltest

Ich lege es dir ans Herz, mindestens einen Monat deine Aus- und Einnahmen zu tracken. Ob mit einer Excel-Tabelle, einer App oder mit Stift und Papier. Du weißt danach, wo dein Geld hinfließt und wie viel du von deinem Einkommen allein für das Decken deiner Fixkosten benötigst.

Zudem kannst du schneller erkennen, an welchen Schrauben zu drehen kannst, um im Falle einer Geldknappheit, Geld einzusparen.

Wieso ich das Haushaltsbuch nur noch stellenweise führe

Weil ich sonst ZU sparsam leben würde! Ich habe zwei Jahre gebraucht, um mir wirklich, wirklich sicher zu sein, dass ich diesen einen Patagonia Pulli (für ganze 200 Euro) wirklich, wirklich haben möchte. Finde ich im Nachhinein etwas krankhaft und du merkst: ich bin das Gegenteil von Spontankäufer*innen haha! Daher muss ich die Zügel locker lassen.

Was ich gerne noch eintrage: größere Anschaffungen, wie meinen Patagonia-Pulli, neues SecHand-Smartphone und meine Interrail-Tickets bzw. Europa-Zugtickets. Generell ist es sinnvoll, die Kaufbelege seiner Anschaffungen für die Steuererklärung aufzubewahren;)

Finanzen auf meinem Blog?

Ja. Mir ist erst neulich klar geworden, dass ich nicht nur Minimalistin bin, sondern mich ab sofort auch selbst in die Schublade der Frugalisten stecken könnte (wenn man auf Schubladen-Denken steht;P). Durch Minimalismus hatte ich mehr Zeit, um mich in Sachgebiete einzulesen, die mich interessieren. So kam ich auf die Fährte der Frugalisten und letztendlich auf den Finanz-Trip.

Soweit ich das als Master of Arts Studi sagen kann, denn Mathe und Kapitalismus finde ich immer noch nicht nice – auch wenn er mir später eine Rente bzw. ein (relativ) passives Einkommen schenken wird #ETFs

Findest du es nice, dass ich dir hier darüber berichte? Dann sprich mich gerne darauf an und vielleicht wird es in Zukunft eine neue Kategorie auf meinem Juli News Blog.

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